Teppiche nach der offiziellen Nutzungsdauer

Teppiche nach der „offiziellen“ Nutzungsdauer

Wie lange kann ein Teppich genutzt werden? Die einen werden nun sagen: „So lang er optisch noch einwandfrei und sauber ist“. Die anderen meinen: „ So lange, bis er sich in seine Bestandteile auflöst“. Die Nutzungsdauer im eigentlichen Sinn beträgt in der Tat so lange, bis ein Teppich durch einen derartigen Verschleiß gekennzeichnet ist, dass er auch funktional keinerlei Nutzen mehr aufweist. Fangen wir aber vorne an und zwar beim Teppichkauf.

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Der neue Teppich als behagliches und gestaltendes Schmuckstück

Wie bereits hinreichend bekannt, erfüllt der Teppich für den Wohnraum, als Einzelteppich, sowohl funktionale als auch dekorative Zwecke. Ein neuer Teppich wird in den ersten Monaten auch gerne wie ein rohes Ei behandelt, die Angst vor schneller Verschmutzung oder Verschleiß sitzt irgendwie immer im Nacken. Schließlich soll er lange attraktiv aussehen. Doch der Teppich ist nun mal nicht nur Dekoration, sondern auch Gebrauchsgegenstand.

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Normaler und erhöhter Verschleiß

Wie stark sich der Teppich im Laufe der Zeit abnutzt, hängt davon ab, wie sehr er beansprucht wird. Wird er täglich und stark begangen, auf Socken, in Hausschuhen oder mit Straßenschuhen? Ist er dem Sonnenlicht ausgesetzt? Liegen auch Hund und Katze oder Meerschweinchen gerne auf dem heimeligen Teppich? Oder sind die Kinder auf dem Teppich sehr aktiv? Wie und mit welchen Mitteln/Geräten wird der Teppich gepflegt? Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss über den Verschleiß.

Stark beanspruchte Teppiche müssen öfter gereinigt werden, die Oberfläche nutzt sich schneller ab, Farben können verblassen. Ein Teppich, der hingegen so gut wie nicht begangen wird und vor Lichteinfall und Feuchtigkeit geschützt ist, kann seine neuwertige Schönheit endlos behalten. Aber im normalen Leben ist das eher nicht der Fall, hier gehören Teppiche zu den Gebrauchsgegenständen, die mit allen Sinnen genutzt werden.

Die Teppichqualität spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle, wenn es um den Verschleiß geht. Teppiche aus robuster und widerstandsfähiger Wolle sowie aus Sisal oder Jute zeigen eine lange Lebensdauer, auch Teppiche aus strapazierfähigen Kunstfasern sind eine gute Wahl. Eine akkurate Verarbeitung ist das A und O. Handgeknüpfte Teppiche zeigen hier echte Qualitätsarbeit. Bei maschinell gewebten Teppichen ist besonders auf die Einfassungen und die Beschaffenheit der Ränder zu achten. Mangelhafte Einfassungen lösen sich schneller und fransen aus, was das Erscheinungsbild des Teppichs schnell alt aussehen lässt.

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Wenn der Designerteppich nicht mehr ansehnlich ist – Wegwerfen? Nein!

Ob Designerteppich oder besonderes Einzelstück – Wenn der Teppich in Wohnzimmer, Kinderzimmer, Küche, Bad, Schlafraum oder Diele den hohen ästhetischen und dekorativen Ansprüchen nicht mehr genügt, dann muss er noch lange nicht entsorgt werden. Er kann ein zweites Leben als rein funktionaler Nutzteppich erhalten. Und das handhaben auch ganz viele Teppichfreunde so.

Es gibt in Wohnung und Haus viele Stellen, an denen ein Teppich als Schmutzfänger und Fußabtreter wertvolle Dienste leistet, wie z.B. der Aufgang zum Keller in den Wohnraum oder der Eingangsbereich in den Keller von außen. Verschiedene Kellerräume bieten sich ebenfalls für die Auslage mit einzelnen Teppichen, die in der Wohnung ausrangiert wurden, an. Auch vor Terrassentüren oder im Wintergarten erfüllen ältere Teppiche noch ihren wertvollen Nutzen. Ein alter Teppich kann zudem als Möbeltransportunterlage verwendet werden, damit lassen sich Möbelstücke leichter über glatte Böden bewegen. Und wenn er dann doch einmal seine Zeit hinter sich hat, dann wird er über den Sperrmüll oder als Kleinteppich über die Mülltonne entsorgt.